veröffentlicht am 26. März 2017 in Info von
gtx 1080 ti

Nvidia Geforce GTX 1080 Ti: Highend-Grafikkarte stößt das Tor zum 4K-Universum endgültig auf

Nvidias Flaggschiff der Pascal-Serie, die Geforce GTX 1080 Ti, ist seit Beginn März 2017 offiziell im Handel erhältlich. Weitere Custom-Designs von namhaften Herstellern wie Asus, Zotac oder MSI stehen in den Startlöchern. Ein Blick auf die von Nvidia direkt vertriebenen Founders Edition, legt das Potenzial dieser neuen Enthusiasten-GPU offen.

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Neuer Platzhirsch bringt Preisgefüge ins Wanken

Mit dem Erscheinen der Nvidia Geforce GTX 1080 Ti setzt der Grafikkartenriese neue Bestmarken in Sachen 4K-Performance. Erfreulicherweise fällt der Preis deutlich geringer aus, als zunächst von vielen Fachmagazinen vermutet. Offiziell senkt Nvidia den Preis des bisherigen Vorläufers, der Geforce GTX 1080, um knapp 100 US-Dollar und platziert den neuen König mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 699 US-Dollar auf dem amerikanischen Markt. In Deutschland schlägt ein Neukauf der Founders Edition mit ungefähr 830 Euro zu Buche. Entsprechende Custom-Modelle von MSI, ASUS, Zotac und anderen Mitbewerbern werden in kürze folgen. Dabei übersteigt die Leistung der GTX 1080 Ti sogar die einer Geforce Titan X 12 GB. Eine feine Überarbeitung des PCBs und die stärker belastbarere Spannungsversorgung ermöglichen den respektablen Vorsprung an Rechengeschwindigkeit von ungefähr 10 % bei der Founders Edition.

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Krönung der GTX-10-Serie mit beachtlichem Leistungsschub

Mit einem GPU-Boost-Wert von 1582 MHz (1480 MHz Basis) zieht die GTX 1080 Ti knapp an der kostspieligeren Titan X (1531 MHz Boost) vorbei. Für Spieler bleiben Unterschiede zwar kaum praxisrelevant, dafür lockt die GTX 1080 Ti eben mit einem deutlich attraktiverem Preis. Dank diverser Optimierungen am Kühlsystem bleibt die Karte dabei etwas auf dem Temperaturniveau des Vorläufers Maxwell und kommt mit verminderter Geräuschentwicklung unter Last daher. Die Founders Edition verbraucht weniger als 250 Watt, hat aber dank zwei PCIe-Stromanschlüsse (1x 6-polig, 1x 8-polig) noch Reserven zum Übertakten. Genug Leistung für Spiele in hochauflösenden 3820 x 2160 Pixeln auf modernen 4K-Bildschirmen ist also vorhanden. Doch Nivida geht echten Enthusiasten nochmals entgegen und erlaubt Setups mit einer maximalen Auflösung bis 7680×4320 (8k) in 60 Hz. Trotz der geballten Leistungswerte und einem 35 % starken Vorsprung gegenüber seiner kleinen Schwester, der Nvidia GTX 1080, sind die Maße nahezu identisch.

Die Dual-Slot-Karte misst knapp 26,6 Zentimeter und sollte so in den meisten handelsüblichen Desktop-Gehäusen problemlos unter kommen. Durch das Geforce-Experience-Treiberpaket, ist für umfangreiche Kompatibilität und Konnektivität gesorgt. 3 x DisplayPort 1.4 und 1x HDMI 2.0 runden das Paket ab. Der alte DVI-Standard ist nicht mehr vertreten. Kreative Spielereien mit dem virtuellen Fotoapparat ANSEL sind natürlich auch mit an Board. Extrem hochauflösende und imposante Ingame-Screenshots mit freier Kameraposition oder gar 360-Grad-Panoramas für die Betrachtung durch VR-Brillen sind dadurch realisierbar.

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Technische Daten:

Pascal-Architektur (GP102) und 3584 CUDA Cores

1480MHz Basistakt / 1582 MHz GPU-Boost

11GB GDDR5X VRAM @ 5500 MHz

352-Bit-Speicherinterface mit 484 GB/s Bandbreite

1x HDMI 2.0, 3x DisplayPort 1.4

250 Watt TDP (PCIe-Stecker 1x 6-pol, 1×8-pol)

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GDDR5X-Speicher als potenter Sparringpartner für die Generation 4K

Spielen in 4K-Auflösung war immer ein Kompromiss aus Pixelanzahl und reduzierten Grafikeinstellungen. Der Extraschub an Performance gegenüber den kleineren Geschwistern der Serie erklärt sich nicht nur durch mehr Takt und mehr Rechenkerne. Auch der neue Arbeitsspeicher GDDR5X beseitigt ein entscheidendes Nadelöhr, welches bei Auflösungen jenseits von WQHD die Framezahlen purzeln lässt. Die vom Preis-Leistungs-Verhältnis sehr attraktive Nvidia Geforce GTX 1070 nutzt hier den alten Speicherstandard GDDR5. In niedrigen Auflösungen wie Full HD ist die verringerte Bandbreite ohne Auswirkungen. Die hohen Speicheranforderungen von 3820 x 2160 Pixeln vergrößern den Leistungsunterschied zwischen alter und neuer Speichertechnik allerdings beträchtlich. Besitzer der GTX 1080 Ti dürfen sich also nicht nur über mehr Rohleistung freuen, sondern sind auch vor FPS-Einbrüchen aufgrund begrenzter Bandbreite gefeit.

Kurz: Die Beständigkeit der zu erwartenden Performance wird nicht durch spontane Berg- und Talfahrten bei der Berechnung torpediert. Trotz der nominell geringeren Anbindung des Speicherinterfaces von 352 Bit gegenüber 384 Bit an der Titan X (Pascal) sorgen die neusten Micron-Speicherchips für einen absoluten Ausgleich dieser Lücke. Ein erhöhter Standarttakt von 5000 auf 5500 MHz zeichnet sich hierfür verantwortlich. Noch stärker scheint sich das flottere Speicherinterface durch die GDDR5X-Technik bei echten Grafik-Blockbustern wie „The Witcher 3“ oder „Assassin’s Creed: Syndicate“ auszuwirken. Diverse Online-Portale stellen hier nahezu eine Verdoppelung der Bildraten in hohen Details auf UHD fest. 4K-Gaming auf der alten 980 Ti ist bei anspruchsvollen Titeln häufig nur im Bereich der 30-FPS-Marke möglich. Diese Tage gehören für Käufer des Nachfolgers definitiv der Vergangenheit an.

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Weitere Informationen:

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